Selbsthilfegruppe "Alzheimer/Demenz- Angehörige"

Alzheimer ?

Die häufigste Form der Demenz ist die Alzheimerkrankheit.

Sie ist nach dem Neuropathologen Alois Alzheimer benannt und gekennzeichnet durch eine schwere unaufhaltsam fortschreitende Hirnleistungsschwäche.

Demenzerkrankungen liegen Veränderungen im Gehirn zugrunde, die einen Untergang von Nervenzellen und Nervenzellenverbindungen verursachen. In der Folge zeigt sich ein Muster von Symptomen wie Störungen des Gedächtnisses, das Denk- und Urteilsvermögen sowie der Orientierung, der Sprache und der Aufmerksamkeit. Auch Persönlichkeitsveränderungen gehören zum Krankheitsbild.

Ein Bild aus der Ausstellung "Würde - Leben mit Alzheimer" von Klaus Peschel in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Altershilfe Muldental e.V. und dem Altenpflegeheim Bergstraße in Brandis.

Für Erkrankte wird es dadurch schwer, neue Erfahrungen aufzunehmen, Erinnerungen abzurufen, sich räumlich und zeitlich zu orientieren oder selbständig zu handeln.

Bisher gibt es noch keine ursächlich wirksame Behandlung. Die heute verfügbaren Demenz-Medikamente können jedoch das Fortschreiten der Erkrankung häufig verlangsamen.
Die Menschen, die von der Alzheimer Krankheit als betroffen sind, können schon bald nach Auftreten erster Symptome von der Hilfe anderer Menschen abhängig werden. betreut und gepflegt.

Als erstes Projekt hat im Jahr 2000 der Förderverein Altershilfe Muldental e.V. sich des Themas der "Pflege von Altersdemenz betroffener Menschen" angenommen.

Ein Bild aus der Ausstellung "Würde - Leben mit Alzheimer" von Klaus Peschel in Zusammenarbeit mit dem Förderverein Altershilfe Muldental e.V. und dem Altenpflegeheim Bergstraße in Brandis.

Ziel des Projektes war es, folgende Fragen zu klären:·

  • Nähere Erläuterungen zum Krankheitsbild Demenz als altersspezifische Erkrankung somit mehr Verständnis in der Bevölkerung wecken
  • Gesellschaftliche Rahmenbedingungen zur Gewährleistung einer besseren Pflege und Betreuung
  • Sicherstellung der erforderlichen Pflegeversicherungsleistungen

Was ist eine Demenz?

Im lateinischen Begriff "dementia", der für einen umfangreichen Verlust der intellektuellen Fähigkeiten steht, steckt das Wort "mens" für Geist. Den Begriff Demenz mit "entgeistert" zu übersetzen, trifft die Situation der Betroffenen sehr gut. Häufig scheinen sie in Alltagssituationen überfordert und hilflos - reagieren eben entgeistert auf ihre Umwelt.
Angehörige, die einen an Demenz erkrankten Angehörigen betreuen, wagen den Schritt in die Öffentlichkeit oft erst am Rande ihrer eigenen körperlichen und seelischen Belastungsgrenze.
Fehlende Information über den Verlauf der Erkrankung und damit verbundene Scham über die Persönlichkeits- und Verhaltensänderungen des Demenzkranken, das Eingestehen des eigenen Scheiterns in der Betreuung hindern, frühzeitig Hilfen anzunehmen.

Eine Entlastung bieten Gesprächsgruppen von betroffenen Angehörigen. Deshalb hat der Förderverein Altershilfe Muldental e.V. eine Selbsthilfegruppe "Alzheimer/Demenz-Angehörige" gegründet. Zu den Treffen findet ein Austausch von persönlichen Erfahrungen und praktische Anregungen statt. Jeder kann frei über Hoffnungslosigkeit, Trauer, Schuld, Angst, Ärger, Enttäuschung in einer Atmosphäre der Anteilnahme und des Verständnisses sprechen.

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