Selbsthilfegruppe "Alzheimer/Demenz- Angehörige"

Die Gruppe in Wurzen

Weltalzheimertag am 21.9.2011

Am 21.9.2011 fand in Wurzen der diesjährige Weltalzheimertag, von der Selbsthilfegruppe Alzheimer/Demenz – Angehörige Bennewitz und Wurzen organisiert, statt.

Bereits am Jahresanfang begann unsere Vorbereitung für diese Veranstaltung:
Themenvorgabe, Referenten auswählen und verpflichten, Flyer zur Werbung erstellen, Einladungen aussprechen usw.

Die Stadtverwaltung Wurzen stellte uns, nach Absprache mit dem Oberbürgermeister, zu dieser Veranstaltung den Plenarsaal zur Verfügung.

Zum Ablauf am 21.9.2011, ab 14 Uhr nun einige ausführliche Informationen:

Die Eröffnung erfolgte durch Frau Brigitte Röttgen, Leiterin der Selbsthilfegruppe Alzheimer/Demenz - Angehörige Bennewitz/Wurzen. Es waren ca. 50 Personen anwesend. Sie begrüßte alle Anwesenden und begann ein besonders Gedicht am Anfang ihrer Ausführungen vorzutragen: "Mensch bin ich alt…".
Danach übergab sie das weitere Wort an Frau Dr.Woitek, die zu dem Thema: "Hilfe für Angehörige von Demenzkranken" anschließend sehr detailliert zu diesem Thema referierte.
Einige markante Punkte dazu: 

  1. was erwartet uns in der Zukunft
  2. Diagnosestellung der Demenz
  3. Ursachen für Auftreten von Demenz
  4. verschiedene Stadien der Demenz
  5. was kann getan werden

 Es ist besonders wichtig die Natürlichkeit zu erhalten, sich wohlzufühlen, Beziehungen zu Freunden, Angehörigen, Arzt und Ergotherapeuten aufrechtzuerhalten, die Selbstständigkeit zu erhalten. Helfendes Verhalten durch Pflegende ist sehr wichtig, ungünstige Reaktionen durch Angehörige sind zu vermeiden. Wie meistere ich meine jetzige Lebenssituation, Bewertung und Qualität der individuellen Pflege und ganz wichtig ist auch die Zärtlichkeit!!!!
An diese Ausführungen durch Frau Dr. Woitek schloss sich der Vortrag von Frau Skuppin
vom Altenpflegeheim Brandis an: "Praktische Tipps für den Umgang mitDemenzkranken"

Als erstes informierte sie darüber, dass es sehr wichtig ist, die Biografie eines Demenzkranken zu kennen, sich damit zu beschäftigen, als Pflegekraft, um Reaktionen des Kranken besser verstehen zu können, mit ihm besser arbeiten zu können:

  • wie kann ich Zugang zu dem Menschen finden? Dazu ist die Biografie unersetzlich.
  • allgemeiner Umgang mit demenzerkrankten: wie langsam sprechen, einfache Sätze, geduldig sein, zu nichts zwingen
  • Tipps zur Umgebung
  • Tipps zur Pflege, z. B. die Patienten suchen immer die Nähe, den Hautkontakt
  • Tipps zur Ernährung
  • Tipps zur Selbstpflege für die Angehörigen.

Nach den Ausführungen von Silke Skuppin bat Frau Dr. Woitek noch um Fragen aus dem Publikum. Einige machten davon auch Gebrauch.
Wir waren als Selbsthilfegruppe mit dem Verlauf des Weltalzheimertages sehr zufrieden, er wurde von vielen zur Information genutzt, das ausgelegte Informationsmaterial wurde rege betrachtet und auch mitgenommen, um zu hause nachzulesen. Es waren einige, uns nicht bekannte Gesichter dabei, die sich zur Demenz informieren wollten, was uns alle sehr gefreut hat, denn eine Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Demenz ist sehr wichtig. Wir bedanken uns bei allen, die zum Gelingen beigetragen haben und die beiden Referentinnen wurden noch mit Blumen und einem kleinen Geschenk bedacht.

Anschließend kam noch der Oberbürgermeister der Stadt Wurzen dazu, er hatte einen Auswärtstermin und konnte erst jetzt dazu kommen, erkundigte sich, ob alles zu unserer Zufriedenheit abgelaufen sei. Die Stadt Wurzen hat uns den Plenarsaal kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Es war ein gelungener informativer Nachmittag und wir hofften, das alle zufrieden und mit neuen Erkenntnissen nach hause gehen konnten.

B. Tost
SHG Wurzen, 30.9.2011

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